Neue Songs im März

Ziemlich neumetallisch und damit Erinnerungen an meine eigene Jugend weckend (Mann, fühle ich mich alt, wenn ich so rede) geht es diesen Monat zu. Neu im Repertoire sind u.a. die beiden bekannten Nu Metal-Kapellen „Korn“ und „Slipknot“. Ja, auch das funktioniert auf dem Klavier.

Vor allem das doch recht dissonant und unmelodisch klingende „Freak On A Leash“ hat es mir dabei angetan. Weil nämlich im Original nur in homöopathischen Dosierungen so etwas wie Akkorde und Harmonien zu vernehmen sind (weswegen ich mich eher an der MTV Unplugged-Version orientiert hatte), habe ich das Ganze überwiegend in sechs(!)-stimmigen Akkorden arrangiert, was dem ganzen einen sehr eigenen mystischen, modalen Sound verleiht. Lediglich in der Bridge (also kurz bevor es noch einmal richtig abgeht) agiere ich dem entgegen gesetzt einstimmig.

Bei „Slipknot“ hat sich ebenfalls die Frage gestellt, wo so etwas wie eine Melodie zu finden ist. Letztendlich fiel meine Wahl dann auf das vergleichsweise ohrenfreundliche, mainstreamige „Duality“, welches aber dennoch nicht den gängigen Hörgewohnheiten eines Schlager-Fans entspricht.

Ebenfalls dem Nu Metal und Crossover zuzurechnen sind bzw. waren einmal die sechs Herren von „Linkin Park“. Jüngeren Menschen ist es mittlerweile nur schwer zu erklären, warum mich diese damals hochinnovative Kapelle mit ihrem Mix aus Metal, Elektro und Hip Hop zum Metal gebracht hat. Aus dieser Zeit stammt auch die Halbballade „Numb“, die nach dem tragischen Suizid von Leadsänger Chester Bennington mittlerweile die Milliarden-Marke bei YouTube geknackt hat.

Ebenfalls aus der Zeit um die Jahrtausendwende stammt auch „The Ballad of Chasey Lain“ der nicht immer ganz stubenreinen „Bloodhound Gang“. Wer bei diesem Titel an eine verträumte Liebesschnulze denkt, kennt weder das Original noch die besungene Person. Aber da ich zu meiner Barpiano-Version nicht singe, glaubt man ohnehin eher, einem lateinamerikanischen Musikstück beizuwohnen.

Zu guter Letzt eine wunderschöne Halbballade der deutschen Crossover-Pioniere „H-Blockx“, die ich bei meinem ersten Rockfestival-Besuch am Härtsfeldsee gesehen hatte. Das ist allerdings schon ein paar Tage her, ich glaube im Jahre 2001. Ihr „Little Girl“ blieb mir seitdem trotz oder gerade wegen der relativ interessanten Harmonik (a-dorisch) sehr penetrant im Ohr hängen.

 

Hier nochmal die neuen Stücke im Überblick:

Duality [Slipknot]

Freak On A Leash [Korn]

Little Girl [H-Blockx]

Numb [Linkin Park]

The Ballad Of Chasey Lain [Bloodhound Gang]